Mosaikschlange

Im Frühjahr 2011 begann der Förderverein in Zusammenarbeit mit der Musik- und Kunstschule Bruchsal, Lehrern, Eltern und Schülern mit der Planung, dem Bau und der Gestaltung einer kriechenden Mosaikschlange auf dem Schulhof.

Vorbereitung der Fliesen

Arbeitsschritte der Fliesenbearbeitung: Hierzu hat die 1. Vorsitzende Frau Heike Resch-Engeln die Initiative ergriffen und mit fleißigen Schüler/-innen sowie Helfern aus der Elternschaft die Kacheln zu kleinen Scherben zerschlagen und diese nach Farben sortiert. Um eine unfallfreie Verarbeitung der Scherben zu gewährleisten, die im weiteren Ablauf der Mosaikgestaltung durch viele Hände, natürlich auch von Schülerinnen und Schülern der Sebastianschule gehen, mussten die Scherben im Zementmischer mit Sand und Wasser etwa eine halbe Stunde drehen, wodurch die Bruchkanten stumpf geschmirgelt wurden.

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 Am Montag, den 21.03.2011 hat der Förderverein interessierte Schüler/-innen mit einem Elternteil eingeladen, aus den Scherben und quadratischen Mosaikfliesen, nach eigenem Entwurf  Netze zu gestalten, die später auf die Schlange aufgebracht werden. Zwei weitere Nachmittage folgen und sind mit insgesamt knapp 50 Anmeldungen sehr gut belegt. 

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Auch das Sägen der Ytong-Steine für die Mosaikschlange ging zügig voran. Besonderen Dank richten wir an Herrn Wolfram Armbruster und Herrn Martin Krieger, die die erste Lage Steine zu einem Schlangenkörper in Form gesägt und an einer geschützten Stelle am Schulgebäude imposant in ganzer Länge ausgelegt haben.

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Herr Martin Gehri, Bildhauer der MUKS Bruchsal, war regelmäßig Mittwoch vormittags vor Ort. Die Helfer aus der Elternschaft konnten diese festen Termine zur Mitarbeit nutzen, um mit Herrn Gehri die letzte Lage Ytong-Steine zu sägen. Selbstverständlich waren Eltern, die sich gerne samstags beteiligen mochten, ebenso herzlich willkommen. Das Werkzeug war zugänglich an der Schule gelagert. 

Alle Steine für den Schlangenkörper sind in Form gesägt

Die Steine wurden von Herrn Gehri, zusammen mit tatkräftigen Eltern zu einem kriechenden Schlangenkörper ausgelegt und in Form gesägt. Im Mai verlagert sich das Geschehen auf den festgelegten Platz auf dem Schulhof neben dem Spielplatz. Dort ging es mit den nächsten Arbeitsschritten für das Kleben der einzelnen Ytong-Lagen weiter.

50 kleine Kunstwerke aus Mosaik sind fertig

An drei Terminen sind rund 50 Schüler/innen unserer Schule mit einem Elternteil der Einladung des Fördervereins gefolgt, ein Mosaik für die Außenhaut der Schlange zu gestalten. Nach eigener Idee durften die Kinder ein Bild im Format von 30 x 30 cm mit Mosaikfliesen und Fliesenscherben entwerfen. Sie konnten aus dem Vollen schöpfen, denn Scherben waren in reicher Farbwahl vorhanden. Mit Einwegspritzen, die mit Ponal gefüllt wurden, klebten Kinder und Eltern jedes kleine Steinchen auf ein zugeschnittenes Netz. Die Kunstwerke in Form von Orca, Gecko, Fisch, Herz, Initialen, Blume, Sonne und Co. werden später - nach dem Bau des Schlangenkörpers - auf die glattgeschliffene Außenhaut aufgebracht.

Wir danken besonders Frau Riffel, die uns tatkräftig unterstützte, die Kinder anleitete und uns viel Vor-und Nachbereitung bei dieser gemeinsamen Aktion abnahm. Ein Dankeschön auch an die Kinder und Eltern, die mit großem Eifer und Spaß bei der Sache waren. Ihr habt, jeder auf seine Weise, ein Stückchen der Schlange gemacht!

Zu einem letzten Termin zum Mosaiklegen wurden die Schulanfänger mit Eltern zu einem Nachmittag Anfang Mai in die Aula einladen.

Kinder und Eltern beim Mosaiklegen

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Baubeginn der Mosaikschlange

Am Mittwoch, den 11.05.2011 begannen Martin Krieger und Wolfram Armbruster zusammen mit Martin Gehri, die Mosaikschlange fest auf dem Schulhof neben dem Spielplatz zu installieren. Ein Großteil der ersten von insgesamt drei Lagen wurde rasch gemauert und die Schlange von der Friedhofstraße aus sichtbar. Zu Beginn wurde die Schlange mit Folien umhüllt um vor Nässe zu schützen, wartet daher geduldig auf den Fortgang der Bauarbeiten.

 

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Am Samstag, den 21.05.2011 erfolgte eine erneute Phase des Aufmauerns.

Besonderen Dank richten wir an unsere Schulleitung, die an diesem Tag den fleißigen Eltern zum leiblichen Wohl Gegrilltes und Getränke sponsert. Ebenso an Frau Riffel, die das Projekt tatkräftig unterstützt. Wir freuten uns auf einen sonnigen Tag und auf das gemeinschaftliche Arbeiten und das Beisammensein im Anschluss. 

Die Mosaikschlange ist fertiggemauert

Nun kann man sie auf dem Schulhof sehen! Am Samstag, den 21.05.2011 ist die Mosaikschlange in einer Gemeinschaftsaktion fertiggemauert worden.

Dank großer Elternbeteiligung konnten viele Arbeitsschritte parallel laufen: einige Helfer sortierten die durchnummerierten Steine, reichten sie an diejenigen weiter, die den Ytong-Kleber auftrugen und gaben sie an die Maurer, die die Steine setzten. Schule und Förderverein sponserten heiße Würstchen, Brötchen und reichlich Getränke. Frau Klein und Frau Huber stifteten Kuchen.

Nach gemeinsamer Mittagspause im Schatten führte Herr Klein Schleifmaschinen und Akku-Sägen der Fa. Hilti vor, die die Väter mit echter Begeisterung an den mittlerweile angetrockneten Steinen sogleich testeten.

„Viele Hände können viel schaffen“, so lobte Herr Gehri den Einsatz der Helfer. Unser riesengroßes Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben beim Bauen und bei der Bewirtung und an H. Klein für die Bereitstellung der Maschinen.

In den Wochen darauf erfolgte das Ausmodellieren des Schlangenkörpers mit Handsägen und den ausgeliehenen Sägen und Schleifmaschinen. Wie gehabt, konnten sich fleißige Helfer tatkräftig beteiligen.

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Ein handgearbeitetes Gewand aus Quadraten: Die Schlangenhaut erstrahlt im Sonnenlicht

Am Freitag, den 24.06.2011 trafen sich Fördervereinsmitglieder, Frau Riffel, Kunstlehrerin der Sebastianschule und die Hauptakteure des Vorstands auf dem Neutharder Schulhof um die Gestaltung des Schlangenrumpfes in Angriff zu nehmen.

Es galt, siebzig Quadrate in eine grafische Form zu bringen, wobei die Biegungen des Körpers uns immer wieder aufs Neue vor eine Herausforderung stellten. Mit Geduld und reichlich Fliesenkleber versetzte Wolfram Armbruster manches Quadrat auf einen neuen Platz, so dass am Ende des Tages alle Gestalterinnen und Gestalter glücklich mit dem Ergebnis waren. „Das Gewand der Schlange erinnert an ein byzantinisches Mosaik“, so Frau Riffel. Jedermann darf in wenigen Wochen seine eigenen Assoziationen haben und im Gesamtbild, das sich ergeben hat durch den einheitlichem Gelbton, der alle Netze umfließt, die vielen Einzelbilder der Kinder für sich selbst entdecken.

Einen besonderen Dank richten wir an Herrn Mende aus der Elternschaft, der zuvor der Schlange trotz Sturm und Regens mittels Anstrich den endgültigen Mantel gegen Nässe verpasste. Ein großes Dankeschön möchten wir im Namen des Fördervereins allen engagierten Helfern aussprechen und deren Partnern, die uns ein Mittagessen grillten sowie Salat und Dips zauberten und Eis zum Dessert reichten.

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Die Gestaltung des Körpers und des Kopfes

Die Helfer trafen sich nach Absprache fast täglich in den Pfingstferien und im Juli über mehrere Wochen, um den Sockel und den Kopf zu gestalten. Nach den Pfingstferien besprach Martin Gehri mit uns, mit welchen Farben, Flächen oder Formen es weiter gehen könnte, um die Flächen, die durch das diagonale Verlegen der Netze der Kinder entstanden sind, mit den organischen Formen des Schwanzes zu einer Einheit zu verbinden. Seine Vorschläge und unsere persönlichen Ideen und Vorlieben beim Legen des Mosaiks wuchsen somit sukzessive zu einem Gesamtbild. Auch suchten wir gemeinsam aus dem großen Farbbestand an Scherben solche aus, die den Kopf „brillant“ machen sollten. Wir Gestalter tobten uns aus an den großen Flächen, jeder hat seine Handschrift hinterlassen.

 

 

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Am Montag, den 11.07.2011 wurden die letzten Scherben verklebt. In zwei Arbeitsgängen und nach einer Zwangspause wegen heftigen Regens, konnte Mario Mende donnerstags das komplette Mosaik ausfugen. Nach dem Verfugen wurden die Farbflächen ruhiger und heller durch das graue Fugenmaterial.

Letzte Reinigungsarbeiten mit dem Hochdruckreiniger ließen Asphalt und aufgemalte Hüpfspiele, die von einer Malaktion des Fördervereins vom Vorjahr stammten, neu erstrahlen. Fliesenkleberreste wurden von der Außenhaut der Schlange entfernt. Eine Punktlandung, sollte doch in zwei Tagen feierliche Enthüllung sein! 
 
 
 
 
 
 
Einweihung der Mosaikschlange

Die Schulhofschlange wurde in einer Feierstunde in ihrer ganzen Pracht vor den versammelten Gästen am Sonntag, den 17.07.2011 um 11.00 Uhr von den Schülerinnen und Schülern der Sebastianschule Neuthard enthüllt.
Umrahmt von Chor und drei Solistinnen an verschiedenen Instrumenten weihte Rektor Herr Auchter die Schlange ein, indem er eine „Eisflasche“ am Schlangenkörper zerschmetterte. Mit Trommelwirbel von Schülerin Tamara erhielt die Schlange auch einen Namen: Heike.
Mit lieben Worten und Geschenken bedankte sich die Schule bei den Hauptakteuren: aus der Elternschaft Mario Mende, Stephanie und Martin Krieger, Wolfram Armbruster, Carmen Riffel und Heike Resch-Engeln, bei Kunstlehrerin Irmgard Riffel und unserem Bildhauer Martin Gehri von der MUKS Bruchsal.Nach einem halben Jahr der Planung sowie Fliesensammeln und -bearbeiten, Sägen, Mauern, und Mosaiklegen auf dem Schulhof wurden wir belohnt durch das Interesse und die Anerkennung aller, die unserer Einladung gefolgt sind. Es war eine schöne Zeit in Gemeinschaft der Lehrer, Eltern und der Kinder auf dem Schulhof etwas zu errichten, das eine Grundschulzeit überdauern wird. 
Durch die Offenheit der Schulleitung und des Lehrerkollegiums, die uns so viel Vertrauen entgegenbringen, konnte ein solches Projekt in die Tat umgesetzt werden. Herr Auchter, Schulrat Herr Philipp sowie Herr Weigt gaben den Spielball zurück, indem sie uns Eltern lobten für unseren Einsatz für ein gemeinschaftliches Miteinander.
Unser Dankeschön im Namen des Fördervereins richten wir an alle Helfer der Vorbereitung und Bewirtung des Festes. Herzlichen Dank an alle, die in irgendeiner Form an der Mosaikschlange mitgearbeitet haben und an alle Sachspender. Danke für alle lieben Glückwünsche und vielen Dank an die Sponsoren der MUKS Bruchsal und unsere Gemeinde Karlsdorf-Neuthard für ihre finanzielle Unterstützung. 

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